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Gallo-römische Kultstätte Judenkirchhof
Beschreibung
Gallo-römische Kultstätte Judenkirchhof/Juddekirchhof oberhalb des Kylltals. Zugang von Gerolstein: von der B 410 durch Lindenstraße und „Unter den Dolomiten“ bis zum Fahrverbot. Von dort aus ca. 1,5 km, am besten auf der Teerstraße bleiben. Die Anlage bestand hauptsächlich aus einem ummauerten Tempelbezirk mit Kulttheater; rekonstruierte Grundmauern. Ein 66 x 44 m großes umfriedetes Gelände beinhaltete einen gallo-römischen Umgangstempel und ein Wohn- und Wirtschaftgebäude. Offenbar wurden Caiva und Herkules verehrt. Ein Inschriftenstein besagt: „Der Göttin Caiva hat einen Tempel ganz auf seine Kosten Marcus Victorius Pollentinus geschenkt und zur ständigen Unterhaltung des Gebäudes 100 000 Sesterze gestiftet am dritten Tag vor den Nonen des Oktobers unter dem Konsulat von Glabrio und Torquatus (= 5.10.124 n. Chr.) und damit sein Gelöbnis gern und nach Erfüllung eingelöst.“ Zu diesem Zeitpunkt wurde eines der Gebäude vergrößert und die Ummauerung daher teilweise nach außen versetzt. Das Theater lag ca. 20 m westlich.
Entdeckt von Archaeologiefuehrer