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Vehlefanz
Beschreibung
Burg Vehlefanz lässt sich in mehrere Bereiche und vor allem unterschiedliche Epochen einteilen. Den Ursprung hat der Ort in einer ehemaligen slawischen Siedlung, dessen Hügel sich nördlich der eigentlichen Burganlage und der Straße nach Wolfslake befindet. Südlich davon und der älteste mittelalterliche Teil der Burg wird durch einen runden, künstlich bearbeiteten Berg namens Bosselberg gebildet. Von diesem befand sich südöstlich die später entstandene Wasserburg, der Rittersitz von Vehlefanz und das im 19. Jahrhundert dort entstandene Schloss.
Von der kleinen Turmburg, die sich auf dem Bosselberg befand, ist heute nichts mehr existent. Einzig und allein der sofort ins Auge stechende Hügel und die Reste des ihn umlaufendem Grabens sind noch gut zu erkennen. Über eine Treppe gelangt man auf das hohe und breite Plateau, dessen Untersuchung nach Steinen und somit Überresten der Burg eher sinnlos ist, da Burg Vehlefanz aus Holz bestand. Heute ist das große und imposant wirkende Plateau von hohem Gras und einigen Schatten spendenen Bäumen bewachsen. Eine kleine Bank unter den Bäumen, am südöstlichen Ende des Plateaus lädt zum längeren Verweilen ein. Flora und Fauna sind großzügig vertreten und lassen die Herzen von Schmetterlingfreunden in die Höhe schlagen, da diese hier in unzähligen Gattungen vertreten sind.
Von oben gewinnt man einen Überblick über den Ort und die ehemalige Wasserburg. Wer sich die umfangreiche und detaillierte Informationstafel am Fuß des Berges genau angesehen hat, kann sich die Dimensionen der Slawensiedlung und des Rittersitzes vorstellen. Die Wasserburg ist heute leider nur noch sehr bruchstückhaft existent. Auf den alten Grundmauern wurde das Schloss errichtet, ansonsten besteht das Grundstück nur aus kleinen Gärtchen, die durch Maschendrahtzäune von einander getrennt sind und dem Besucher nur eine bedingte Bewegungsfreiheit gönnen. Sehr gut zu erkennen und noch erhalten, sind die Reste eines sehr kleinen Turmes, der vielleicht einmal als Torpfosten diente. In einem der Gärten befindet sich zudem noch ein Stück einer Mauer, die sich aber genauso wenig wie das Türmchen zuordnen lässt. Das Schloss hingegen steht noch aus dem 19. Jahrhundert vollständig erhalten, wirkt aber sehr heruntergekommen. Es beherbergt Wohnungen wodurch Wäsche vor der Tür zum Trocknen hängt und Satellitenschüsseln die Fassade verunstalten. Der Putz bröckelt an mehreren Stellen ab und einen Hinweis auf herrschaftliche Herkunft ist nicht zu erkennen.
Von der Atmosphäre her wirkt die gesamte Anlage mit Schloss, Burg und Slawensiedlung sehr unterschiedlich. Das Schloss ist sehr abweisend und macht einen schlechten Eindruck. Die ehemalige slawische Siedlung ist kaum zu betreten und total verwuchert. Einzig und allein die alte Turmburg strahlt eine gewisse angenehme Atmosphäre aus, die sehr zum Verweilen einlädt. Mit ihrem weiten Blick über das Land, die saftig grüne Natur, sowie den zahlreichen Schatten spendenen Bäumen und der Bank ist sie ein Ort der Ruhe, die zum längeren Verweilen und Genießen einlädt. Wer Burg Vehlefanz besucht, kann sich auf diese konzentrieren und die slawische Siedlung, sowie das Schloss getrost auslassen.